Archive for Juni 2007
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Trailer: Die drei ??? – Das Geheimnis der Geisterinsel
0 Comments | Posted by Holger in Drei ???
Buena Vista hat vom im November anlaufenden Film “Die drei ??? -Das Geheimnis der Geisterinsel” einen ersten Trailer veröffentlicht. Der Trailer macht deutlich, was man aus diversen Berichten und Interviews bereits erahnen konnte: von der Originalhandlung bleibt nicht mehr viel übrig, außer das Justus, Peter und Bob auf eine Insel fahren, ein Themenpark gebaut wird, falsche Verdächtigungen gemacht werden und eine Hauptfigur Bill Faraday heißt.
Im Trailer wird auch die Visitenkarte des Detektivtrios gezeigt – dort stehen auf der Karte Justus, Peter und Bob, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Namen aus der deutschen Übersetzung auch im Film verwendet werden. Warum auf der deutschsprachigen Visitenkarte aber auch “The 3 Investigators” steht, weiß wohl nur das Filmstudio.
Was die Besetzung von Justus, Peter und Bob angeht – ganz glücklich bin ich nicht mit der Wahl der Schauspieler. Chancellor Miller als Justus Jonas ginge in Ordnung, wenn man dem Jungen ein paar Kissen unter den Pullover gestopft hätte. Das Justus in der Originalvorlage dick ist, halte ich für ein sehr wichtiges Element der Serie. Nick Price als Peter Shaw geht meiner Meinung nach in Ordnung. Cameron Monaghan als Bob Andrews ist für mich allerdings eine Fehlbesetzung. Das passt einfach nicht.
Insgesamt wirkt der Film durch den Trailer auf mich wie ein “Indiana Jones” für Kinder. Und das ist jetzt gar nicht mal negativ gemeint. Und der Film wirkt jetzt schon besser als alle Versuche, TKKG auf die große Leinwand zu bringen. Der Filmstart am 08.11.2007 ist schon in meinem Kalender markiert.
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Angeschaut: “Fluch der Karabik 3 – Am Ende der Welt”
1 Kommentar | Posted by Holger in Allgemeines
Inzwischen habe ich es geschafft auch den dritten Teil der Piraten-Saga Fluch der Karibik im Kino zu sehen. Zur Vorbereitung hatte ich mir vorher noch mal Teil 2 auf DVD gemütlich auf der Couch angeschaut – und plötzlich bedenken bezüglich Teil 3. Hat mir Teil 2 im Kino sehr gut gefallen, kamen mir die 148 Minuten auf der Couch doch hin und wieder arg lang vor. Wie sollten da erst 168 Minuten im Kinosessel werden?
Um es vorwegzunehmen – trotz einer Gesamtspieldauer von 168 Minuten gab es meinem Empfinden nach keine Längen. Regisseur Gore Verbinski schafft es, alle in Teil 2 aufgegriffenen Storyfäden zusammenzuführen und schließlich aufzulösen. Dabei macht die Geschichte aber noch einige Wendungen durch, da alle Hauptcharaktere eigene Ziele verfolgen und recht flexibel, was Bündnisse mit Freund und Feind angeht, bezüglich deren Erreichung sind. Johnny Depp glänzt im letzten Teil auf jeden Fall nochmal in der Rolle des Jack Sparrows.
Insgesamt ist “Fluch der Karibik 3 – Am Ende der Welt” für alle Freunde der ersten beiden Teile empfehlenswert. Wer Teil 2 noch nicht gesehen hat, sollte das allerdings vorher nachholen – Teil 3 knüpft direkt an die Handlung aus Teil 2 an. Popcorn-Kino, das man auf der großen Leinwand sehen sollte. Wem die bisherigen Filme nicht zugesagt haben, kann sich auch den dritten Teil getrost sparen.
P.S.: Bin ich eigentlich der Einzige, der während der gesamten Filmreihe im Hinterkopf immer “Hinter Dir! Ein dreiköpfiger Affe!” gehört hat?
VNV Nation haben sich mit einem neuen Album Namens “Judgement” zurückgemeldet. Beim stöbern in der gut sortierten Elektro-Abteilung des Virgin Megastores in Paris habe ich erst skeptisch in das aktuelle Werk reingehört – haben mich doch die letzten Werke “Matter + Form” und “Futureperfect” nur vereinzelt von den Socken gehauen. Was dann aber aus dem Kopfhörer klang, hat mich dazu gebracht, ein besonderes Souvenir aus Frankreich mit nach Hause zu nehmen.
Die erste Hälfte des Albums ist geprägt von schnellen Stücken, die mit “The Farthest Star” von poppig, düster (“Descent”) bis aggressiv (“Nemesis”) reichen. Letzteres ist auch mein persönlicher Favorit des Albums. In der zweiten Hälfte des Albums wird es ein wenig ruhiger. Zum Ende wird aber mit “Carry You” noch ein Song im “typischen” VNV Nation Klanggewand geboten.
Mir persönlich gefällt das aktuelle Werk nach zwei eher enttäuschenden Alben sehr gut. Wer reinhören möchte, kann das hier machen.
Für weitere Kritiken sei auf Medienkonverter und Elektrauma verwiesen.
Auf linux.com ist ein interessanter Artikel verfügbar, der sich mit den verfügbaren Fonts (abseits von Computer Modern Roman) einer TeX-Installation beschäftigt. Er erläutert die Möglichkeiten zum Auflisten aller installierten Fonts und stellt Lösungen vor, um einfach Testseiten für beliebige Fonts zu installieren. Interessant.
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Bericht belegt Manipulierbarkeit von Wahlcomputern
0 Comments | Posted by Holger in IT, Politik
Der Chaos Computer Club hat einen Bericht für das Bundesverfassungsgericht über die Manipulationsmöglichkeiten von Wahlcomputern erstellt.
Der Bericht zeigt detailliert diverse Möglichkeiten zur Manipulation von Wahlcomputern und entkräftet diverse Argumente der Hersteller, dass ausreichend Schutz vor Manipulation besteht. Des Weiteren wurden in bei mehreren Wahlen in Deutschland, bei denen teilweise bereits Wahlcomputer eingesetzt wurden, Verfahrensfehler bei der Kontrolle der Geräte auf Manipulationen beobachtet. Abschließend werden Möglichkeiten aufgezeigt, das Wahlgeheimnis zu umgehen. Insgesamt wird das Folgende Fazit gezogen:
Die Analyse der NEDAP-Wahlcomputer hat zu einer Widerlegung der Behauptungen des Herstellers, des BMI und der PTB über die Sicherheit des Systems geführt. Im Rahmen der Untersuchungen wurden mehrere sehr unterschiedliche Angriffsklassen gefunden und implementiert, die jede für sich genommen schon zur Rücknahme der Bauartzulassung hätte führen müssen.
[...]
Die Untersuchung zeigt exemplarisch die prinzipiellen Schwierigkeiten bei der Verwendung von Wahlcomputern, unabhängig von der Bauart. Keines der Probleme ist auf technischem Wege mit ausreichender Zuverlässigkeit lösbar, da mehr technische Sicherheitsmaßnahmen zwangsläufig zu komplexeren Systemen führen, die von noch weniger Menschen verifiziert werden können. Wenn der geringe Nutzen und die erheblichen Risiken
objektiv gegenübergestellt werden, erscheint es sinnvoll, von der Nutzung von Wahlcomputern zukünftig abzusehen und beim nachvollziehbaren und bewährten Wahlverfahren mit Papier und Stift zu bleiben.
Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.
Das Bundesinnenministerium hält die Sicherheit von Wahlcomputern weiterhin für gegeben an, da die Fälschung einer Wahl “strafbewehrt (ist), was gegenüber Manipulationen einer Wahl präventiv wirkt”.
Dazu sei mir der Hinweis gestattet, dass unter anderem auch Diebstahl, Körperverletzung und Mord “strafbewehrt” ist – und trotzdem werden täglich entsprechende Delikte begannen.
Der Psychologe Stanley Milgram hat 1967 das sogenannte “Kleine-Welt-Phänomen” untersucht. Insgesamt 60 Personen sollten ein Paket an zufällig ausgeloste Personen in Bosten schicken. Dabei durften sie jedoch nicht das Paket direkt an die Zielperson schicken, sondern nur an Personen, die sie persönlich kannten und die auf dem Weg zum Ziel wohnten. Insgesamt haben drei Pakete mit einer durchschnittlichen Pfadlänge von 5,5 Personen die jeweilige Zielperson erreicht. Milgram schloss daraus, dass in den USA jede Person über sechs Ecken jede andere Person kennt. In darauffolgenden Experimenten hat er diese These genauer untersucht.
Milgrams Schlussfolgerungen sind jedoch umstritten und werden als nicht beweiskräftig angesehen, da zum Beispiel bei 3 Erfolgen von 60 Versuchen eigentlich eher darauf geschlossen werden muss, dass die Bevölkerung der USA sich gar nicht so gut kennt. Genauere Untersuchungen tendieren aber dazu, Milgrams Aussage zu unterstützen.
Wer Mitglied bei der Business-Community Xing (früher OpenBC) ist, kann die These Milgrams selbst überprüfen. Sieht man sich das Profil eines anderen Mitglieds an, wird auch immer die kürzeste Kontaktkette dargestellt, die die Verbindung von einem selbst zu besagter Person über die jeweiligen Kontakte anzeigt. Klickt man sich durch die Kontakte (und deren Kontakte, usw.) der eigenen Kontakte, stellt man schnell fest, dass die Kontaktkette relativ kurz bleibt – und nicht die Form des Pfades hat, dem man selbst gerade gefolgt ist. Noch interessanter ist es, auf der Startseite sich die Profile der neuen Mitglieder anzuschauen – auch dort wird die Kontaktkette dargestellt – und die hatte bisher bei meinen Versuchen immer eine Länge <= 7. Eine interessante Spielerei.
P.S.: Nein, dieser Eintrag ist keine Werbung für Xing. Ähnliches ist sicherlich auch bei StudiVZ möglich – bei letzteres bin ich jedoch nicht registriert.
Sicherlich hat jeder die gewalttätigen Ausschreitungen im Rahmen der Demonstration von G8-Kritikern in Rostock am Wochenende mitbekommen. Bundesinnenminister Schäuble sieht damit auch die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld des G8-Gipfels als gerechtfertigt an. Gleichwohl ist es eine Minderheit, die die Gewalt in die Demonstration hineingetragen hat. Ein Großteil der Demonstrationsteilnehmer ist ebenso von der Gewaltbereitschaft schockiert und sieht die Ausübung von Gewalt nicht als Mittel der Wahl zu Durchsetzung von Kritik an die G8 an.
Trotzdem stärken die Ereignisse in Rostock natürlich alle Sicherheitsfanatiker, die seit einiger Zeit zum Zwecke von mehr Sicherheit nach immer mehr Überwachung rufen. In diesem Sinne vielen Dank an die Krawallmacher in Rostock, dass ihr diesen Vertretern viele Argumente sprichwörtlich an den Kopf geworfen habt.
– Mir selbst drängt sich dabei der Eindruck auf, dass es diesen Globalisierungskritikern dabei weniger um die Sache an sich geht, sondern einfach nur die Möglichkeit gesucht wird, mal wieder “Action zu haben”, ähnlich wie Hooligans beim Fußball.
P.S.: Der Mokel hat einen schönen Kommentar auf stern.de gefunden, der hier nicht unerwähnt bleiben soll.


